![]() |
![]() |
|
Auszüge aus dem neüsten Buch von Jostein Gaarder, Maya und Hideaways, Die besten Hotels der Welt Jostein Gaarder, Maya "Auf dem Rückflug von einer Forschungsreise legt der Biologe Frank Andersen einen Zwischenstopp auf der Fidschi-Insel Taveuni ein und wohnt im Maravu Plantation Resort bei Angela und Jochen Kiess. Nach dem Tod seiner Tochter spürt er die Sehnsucht, die Zeit anzuhalten und dem Leben eine zweite Chance zu geben. In den Gesprächen mit den Inselgästen klammert er sich nur mühselig an die Evolutionstheorien, die er selber vertritt. Kann die Entwicklung des Lebens auf der Erde tatsächlich nichts als eine sinnlose Laune der Natur sein und endet das Leben spurlos im Nichts? Immer mehr glaubt er zu spüren: Nur aus der Liebe zu uns selbst und aus der Hinwendung zu einem anderen Menschen hält sich die Schöpfung, halten wir uns selbst am Leben - und zwar im doppelten, d.h. im biologischen und emotionalen Sinne. Dabei verwirrt ihn ein spanisches Paar, José und Anna. Er ist sich sicher, Anna schon früher begegnet zu sein. Aber wo? Irritiert reist Frank wieder ab. Erst im Prado in Madrid begreift er: Annas Gesicht ist mit dem der nackten Maja aus Goyas berühmtem Bild identisch. Es heißt, eine Zigeunerin habe dem Maler Modell gestanden. Anna ist Zigeunerin. Aber das Bild ist 200 Jahre alt. Die Gesetze der Biologie schließen die Möglichkeit einer derartigen Übereinstimmung über Generationen aus. Anna kann also keine ferne Nachfahrin jener Zigeunerin Maja sein. Was aber dann? Von José, den er im Prado wiedertrifft, erfährt er eine mystische Familienlegende. Sie handelt von einem Zwerg, dem Joker, der - an kein Gesetz der Wissenschaft gebunden - beliebig in der Zeit vor- und zurückspringen kann. War er es vielleicht, durch den Goya ein Bild von Anna erhielt? Ein fantastischer Gedanke, zu dem nur der denkende Mensch fähig ist. Frank erkennt, so wie die Liebe schafft es auch die Fantasie, der ganzen Schöpfung und unserem eigenen Leben einen Sinn zu geben und uns selbst in der Evolutionsgeschichte als Wunder des Lebens zu begreifen". Ja, Jostein Gaarder war wirklich im Maravu und nicht die einzige Berühmtheit dort. Die erste Hälfte der Geschichte spielt daher auch im Maravu Plantation Resort. Ob er zu dieser Geschichte auf Taveuni inspiriert wurde und sie dort auch begonnen hat zu schreiben bleibt allerdings sein Geheimnis ... wir glauben es jedenfalls ... Hideaways - die besten Hotels der Welt Die Blüteninsel Taveuni, drittgrösste der Fiji Islands, zieht ihren Zauber aus der Ursprünglichkeit, aus üppigen Gartenlandschaften, verborgenen Seen und Wasserfällen, hohen Bergen, schwarzen und weissen Stränden und aus der unverdorbenen Herzlichkeit ihrer Einwohner. Ein junges deutsches Ehepaar fand hier eine Zuflucht für Individualisten. Angela schwärmt von den Inselmenschen. "Schön finde ich auch die Kultur der Fidschianer, sich Sachen zu erzählen. Es gibt kein Fernsehen und es gibt die langen Nächte. Um sechs Uhr ist es dunkel. Und dann sitzt man beisammen, und es wird alles erzählt, und zwar toll, mit Pointe und Spannung, das haben wir ja zum Teil schon richtig verlernt. Wenn zum Beispiel jemand in Suva war, wenn jemand Fischen war, wenn jemand im Wald war, dann ist das Thema des Abends, dann wird erzählt, und das finde ich köstlich". Und natürlich geht es nicht nur um den Alltag. Jede Insel hat auch ihre eigenen Mythen. Den Zauber von Taveuni fängt die Legende um den Lake Tagimaucia ein. Der Bergsee verbirgt sich 1000 Meter hoch im Herzen der Insel und trägt den Namen eines seltenen Gewächses. Es lebt nur in seiner Nähe, rankt sich an den Stämmen der Regenwaldbäume hoch, und wie es in die Welt kam, erzählen sich die Ureinwohner so: Eine Prinzessin sollte von ihrem Vater gezwungen werden, den vorbestimmten Mann zu heiraten. Sie liebte aber einen anderen, flüchtete verzweifelt aus dem Dorf in die Berge und schlief am Seeufer erschöpft ein. Da flossen Tränen aus ihren Träumen, verwandelten sich in wunderschöne rote Blüten, und aus ihnen wuchs die Tagimaucia - Pflanze. Tagimaucia heißt "im Schlaf weinen". Maravu Plantation Resort fließt über von Blüten, vor allem im Frühling, dann, wenn in Europa Winter ist. Maravus Hauptgebäude oberhalb des Swimmingpools mit Rezeption, Restaurant und Lounge ist im Stil traditioneller Versammlungshäuser gebaut. Oberhalb des Hauptgebäudes überwölben die Palmwipfel bald keinen Garten mehr, nun ragen sie aus dem Busch. Er faßt mit Koppeln für die 4 Reitpferde des Resorts einen Weg ein, dessen Steigung Jochen Kiess mit seinem Landcruiser noch mühelos erklimmt, dann ganz oben, auf der Spitze des Hügels, 100 Meter über dem Meer, stehen die Palmen dann allein im Wind. Zur einen Seite beginnt auf dem höchsten Punkt Maravus der undurchdringliche Regenwald, zur anderen geht der Blick weit hinaus auf Fidschis Inselwelt. Jochen und Angela Kiess durchstreiften, des hochtechnisierten Perfektionswahns unserer Breiten müde, die Südsee auf der Suche nach einer Zuflucht für sich und für Gäste. Auf Taveuni fanden sie sofort das Besondere. "Da war der romantische Flug, der süße kleine Flughafen und alles war von Anfang an so herzlich. Als wir in Maravu abstiegen, bekamen wir aus Sympathie ein Honeymoon Bure statt eines normalen, jeder kam plötzlich auf uns zu mit einem Extra, und dann standen wir hier vorne auf dem Rasen, von Blumen eingesäumt, und dann hat's uns total erwischt". Maravu stand just zu dem Augenblick zum Verkauf. Die neün Besitzer bauten um, renovierten, frischten auf und brachten Maravu als Refugium für Individualisten, die Ruhe, Urspünglichkeit und Natur suchen, neu zum blühen. Die von Herzen freundlichen, jungen Servicedamen, die Zimmermädchen, die Handwerker und Gärtner kommen aus Dörfern der Insel, und wie in ihren Hütten fehlen in den Gästehäusern Fernsehen, Telefon und Aircondition. Wer freilich die fünf Deluxe Bures, die drei Honeymoon Bures oder die beiden Hälften der zwei Doppelbures betritt, sieht, das für jeglichen Komfort gesorgt wird. Geflochtene Matten schmücken dunkles poliertes Parkett. Man schläft unterm Ventilator auf Kingsize Betten mit weißem Moskitonetz als Baldachin, sitzt in Wohnecken und auf der überdachten Veranda in weißen Geflechtsesseln und kunstvoll angefertigten Kokoshölzern oder schaukelt in der Hängematte. In den Honeymoon Bures duscht man im Freien neben einem privaten Sonnendeck, von außen selbstverständlich nicht einsehbar. Der Patron sorgt mit seinem Team auch dafür, daß Gäste die Sehenswürdigkeiten der Insel und ihrer Umgebung kennenlernen können. Man fährt zum Schnorcheln oder auf benachbarte Inseln. Tauchsportler finden am Rainbow Reef und seiner berühmten Great White Wall einige der schönsten Unterwasserparadiese der Welt. Dschungeltrecks führen zum Lake Tagimaucia, 4WD-Landcruiser-Touren zum 1200 Meter hohen Des Veaux Peak. Man schwimmt im Naturbecken des Wasserfalls von Bouma oder geht Fischen. Den frischen Fisch läßt man sich abends von Leslie oder Una zubereiten, und meistens greifen die Musiker aus dem Dorf zur Gitarre und Ukulele. Man setzt sich dazu auf die Matten, trinkt Kava und hört die sehnsuchtsvollen, vielstimmigen Fidschi-Gesänge über Tagimaucia, über Maravu, die Meeresstille und über Neu-Fidschianer, die aus fernen Ländern über den Himmel nach Taveuni kamen. |
||||||
Gerne können Sie uns in Deutsch schreiben
|
||||||